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Flyball-Aufbau

Trainingsaufbau beim Flyball

Wenn sich zu uns ein neuer Hund verirrt dessen Besitzer möchten das er Flyball lernt, sehe ich mir zuerst mal das Alter des Hundes an.

 

Mit Hunden die jünger als 1 Jahr sind oder im Bewegungsapparat nicht gesund sind wird bei uns nicht Flyball trainiert. Die Grund dafür ist einfach der, das ich mit den Hunden von Anfang an fast das komplette Szenario durchspiele und Hunde die dieses Alter noch nicht erreicht haben, mir einfach zu jung sind.

 

Der Triebaufbau:

Zuerst sehe ich mir an wie die Menschen mit ihren Hunden agieren. Können sie diese motivieren, mit ihnen spielen und sie auf sich und ein Motivationsobjekt (Ball) fixieren dann ist alles gut. Wenn nicht ist der erste Schritt dem Menschen das richtige, motivierende Spielen mit dem Hund beizubringen.

 

Die Drehrichtung:

Ist der Hund motiviert mit seinem Menschen und dem Ball zu spielen hat der Hund auch kein Problem den Ball im Spiel zu apportieren. Hierbei muss der Hund aber nicht vorsitzen oder dem Menschen den Ball sofort überlassen, mir reicht es in dieser Situation das der Hund einen Ball holt, mit diesem zu seinem Menschen läuft und ihm diesen dann gibt oder seinen Menschen zum spielen auffordert.

Wenn das problemlos funktioniert wird der Ball ca. 10m  vom Hund abgelegt, bzw. von mir auf meiner geschloßenen Faust balanciert.

 

Ball holen von der Hand

 

 Der Hund soll jetzt den Ball wie oben geschrieben bringen, jedoch aus einer "neutralen Startposition". Das heißt, der Hundeführer ist hinter dem Hund (nicht links oder rechts von ihm!) und schickt seinen Hund los. Ich beobachte nun in welche Richtung sich der Hund, nachdem er denn Ball geholt hat, zu seinem Hundeführer umdreht. In den meisten Fällen dreht sich nämlich der Hund immer in die selbe Richtung um, vorausgesetzt er kann gerade zum Ball und wieder retour laufen. Wenn der Hund bei mehreren Versuchen immer die selber Drehrichtung hat weiß man ob man einen "Linksdreher" oder "Rechtsdreher" hat.

Aufgrund meiner Erfahrung empfehle ich für die Boxenlader und Hundeführer sich nicht die Richtungen zu merken (sind nämlich für diese beiden Personen konträr) sondern Namen für die Ladelöcher in der Box zu finden, an die sich dann auch alle halten. (Bei uns gibt es ein "Terrierloch" = Linksdreher und ein "normales Loch" = Rechtsdreher, mann kann sie auch farblich benennen und dementsprechend kennzeichnen).

 

Die Bahn:

Ist die Drehrichtung geklärt kommt der Hund mit seinem Hundeführer zur "eingezäunten Bahn". Die Hürden sind ganz unten und der Zaun geht knapp die Hürden entlang. Am Ende der Bahn sitzte dann ich und biete; wie schon bei der Übung mit der Drehrichtung; dem Hund einen Ball an.

 

Das Ball holen vom Trainer

 

Der Hund kann nun nicht anders als über die Hürden zu springen (deshalb mind. 1 Jahr alt) um sich von mir den Ball zu holen. Sobald der Hund bei mir ist und denn Ball hat wird er vom Hundeführer zurückgerufen um mit ihm zu spielen. Der Hund merkt in diesem Moment nicht das er etwas lernt, der Hund spielt mit seinem Hundeführer Ball holen, deshalb gibt es hier auch keine Kommandos, sondern nur ein rufen und eine Spielaufforderung.

 

Die eingezäunte Bahn

 

Box mit Wendeplatte und Einsprunghürde (Lade):

Wenn das mit dem "Ballholen vom Trainer" gut funktioniert bringe ich schon die Flyballbox samt "Wendeplatte" und "Lade" ins Spiel.

 

 

Bei vielen Vereinen werden sogenannte "Einsprunghürden" als Unterstützung für die perfekte Wende verwendet, ich habe jedoch die Erfahrung gemacht das sich die Hunde mit einer oben geschlossenen Einsprunghürde (sieht aus wie eine verkehrte Schublade) leichter tun.

 

Im Vordergrund sieht man unsere alte "Lade" im Hintergrund eine "Einsprunghürde".

 

Bei beiden System wird vom Hund abverlangt das er zu der Box springt, bei der Lade kann er jedoch nicht zwischen Box und Hürde kommen und sich so auch nicht seine Füße anschlagen.

Die "Wendeplatte" ist im Prinzip nichts anderes als eine Vergrößerung der Trittfläche von der Box.  Sie ist weniger steil gestellt und bietet dem Hund mehr Trittfläche.

Mit dem jeweiligem Hund und seinem Trainingsfortschritt wird jetzt individuell gearbeitet. Das sieht meist so aus:

  • Ball wird auf die Platte gelegt, der Hund holt ihn.
  • Ball kommt in die Box, welche nicht gespannt wird, der Hund holt ihn.
  • Wendeplatte wird steiler gestellt.
  • Ball kommt in die gespannte Box.
  • Wendeplatte wird entfernt.

Der Trieb wird nun so aufgebaut das der Hund den Ball schnell und freudig holt.

 

Die Boxenarbeit:

Ist der Hund soweit das er schnell und triebig den Ball holt unterstütze ich ihn bei dem richtigen Bewegungsablauf zur Boxenarbeit.

Dies mache ich deshalb erst ab jetzt da es hierfür unerläßlich ist das der Hund freudig zu Flyballbox kommt um sich seinen Ball zu holen.

Ich stelle mich also vor die Box und zeige dem Hund den Ball, der Hundeführer hält seinen Hund noch zurück. Nun stelle ich mich vor den Ball so das der Hund den Ball nicht direkt ereichen kann.

Ist der Hund ein "Rechtsdreher" gebe ich ihm die von ihm aus gesehen linke Seite der Box frei, (der Ball befindet sich logischerweise vom Hund ausgesehen im rechten "normalen" Loch). Ist der Hund an der Box, er muß mich umrunden um an den Ball zu kommen, dann versperre ich ihm durch eine kleine Drehung den direkten Rückweg. Am Anfang sind die Hunde ein wenig verwundert aber nach ein paar Durchgängen merken sie das es sehr schnell und effizient ist, um mich herum zu laufen. Auch hier gibt es keine Befehle oder Kommandos, nur ein ermunterndes rufen.

Je öfter die Hunde diese Übung machen desto weniger brauchen sie mich dazu, das heißt das ich mich im Laufe der Zeit immer mehr zurückziehe bis die Hunde am Ende schöne Wenden nur mit Hilfe der Lade machen.

 

bei diesem Video seht ihr Enzo wie er mit Hilfe von mir und der Lade die richtige Boxentechnik lernt.

 

Eine Woche später mit weit weniger Wind, aber leider ohne der richtigen Hundeführerin musste ich mit Enzo alleine trainieren.

Das Video ist bewußt nicht bearbeitet damit man auch sieht das mal etwas schief laufen kann, Enzo wird aber trotzdem bestätigt, auch wenn er mal nicht alle Hürden nimmt, wichtig ist hier mal einfach das er den Ball holt und richtig auf die Box geht.

Das mit den Hürden kommt im Laufe der Zeit von alleine.

Die Start/Zielhürde und die Boxenhürde sind verbreitert, die mittleren Hürden haben Normalabstand.

 

 

 

 

Die Lade ist im übrigen bei jedem Training dabei (es gibt keinen Trainingslauf ohne sie) und auch beim Turnier ist sie zum Einspringen mit von der Partie.

 

Coda auf der Box, selbe Technik im Training wie im Turnier.

 

 

Hier ein Video von Akina und Coda beim Training (ausnahmeweise für die Aufnahmen auch einmal ohne Lade) mit Zeitlupeneinstellungen und Überkopfansicht.

 

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