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Mantrailing

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Mantrailing

Der Begriff stammt aus dem Englischen von man= Mensch und trailing= verfolgen.

 

Der am besten entwickelte Sinn des Hundes ist die Nase. Dieser wird benutzt, um vermisste Personen zu finden. Der Hund orientiert sich an der tatsächlichen Duftspur (Individualgeruch- Geruchspartikel) des Menschen. Im Gegensatz zur "Fährtenarbeit" braucht der Hund hier keiner Bodenverletzung folgen. Das ist der Grund, warum unsere Fellnasen auch mit hoher Nase suchen können. Die Geruchspartikel des Menschen können durch Windeinwirkung, Sonneneinstrahlung und Autos ein Stück von der eigentlichen Spur abweichen.

Da beim Mantrailing der Individualgeruch der Zielperson gesucht wird, kann eine Suche noch nach einigen Stunden und sogar Tagen, unter besten Gegebenheiten, sogar nach Wochen erfolgen.

Bei dieser genialen Arbeit wird als Geruchsträger der Individualgeruch der zu suchenden Person verwendet (Kleidungsstücke, Gegenstände, die die vermisste Person zuletzt in der Hand gehabt hat). Die Qualität des Geruchsträgers ist entscheidend für den Verlauf der Suche. Mantrailer können auch innerhalb von Gebäuden und bebauten Flächen eingesetzt werden.

Im Bereich der Rettungshundearbeit werden immer mehr Mantrailer ausgebildet. Durch den Einsatz der Mantrailer kann in der Regel das Suchgebiet der vermissten Person vorgegeben werden. Somit ist es möglich Flächensuchhunde gezielter einzusetzen. Das Zusammenspiel zwischen Mantrailer und Flächensuchhunden steigert die Effizienz bei der Vermisstensuche. Es werden jedoch, je nach Situation und Anforderungen, auch ausschließlich Mantrailer oder Flächensuchhunde bei der Vermisstensuche eingesetzt.

 

 

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Wie und wann kann ein Mantrailer- Team eingesetzt werden?

Wird eine Person seit Stunden oder Tagen vermisst, kann ein ausgebildeter Mantrailer- Hund in der Wohnung des Vermissten bzw. an der Stelle, an der die Person zuletzt gesehen wurde, angesetzt werden.

Man braucht dazu den Geruch des Menschen. Es reicht diverse Wäsche (T- Shirt, Pullover, Unterwäsche und dergleichen), Schüsselbund, Taschentuch, usw. Wichtig ist, dass keine weitere Person den Gegenstand berührt. Wenn doch, dann muss diese Person beim Start der Suche anwesend sein, damit der Hund diese Person von Beginn an ausschließen kann.

Der Hund sucht dann nach einer Person, deren Geruch zwar am Geruchsgegenstand haftet, aber nicht anwesend ist (sonst müsste er ja nicht suchen). Der Hund sucht nicht visuell, wie es ein Mensch tut, wenn er ein Foto sieht, der Hund sucht mit der Nase! Daher muss der eindeutige Individual-Geruch für den Hund auszumachen sein, damit er erfolgreich suchen kann. Je besser, differenzierter der Geruchsartikel ist, desto besser kann die Suche sein.

 

Der Geruchsartikel:

 

Arten:

Gute Geruchsartikel sind solche, die viel Geruch aufnehmen. Es handelt sich hierbei um Kleidungsstücke, Stoff, Taschentücher und andere Gegenstände mit poröser Oberfläche.

Schlechte Geruchsartikel sind solche, wo Gerüche nicht gut hängen bleiben, z.Bsp Metalle usw.

 

Kontaminierte Geruchsartikel:

Ein kontaminierter Geruchsartikel ist ein solcher, der mehr als einen Geruch auf sich hat.

Es ist irrsinnig schwierig, einen Geruchsartikel zu finden, der nur einen Geruch (dem vom Runner) trägt. Bei den „normalen" Geruchsartikeln sind mind. Zwei Gerüche drauf. Der vom Runner und der vom Hundeführer. Man kann als Hundeführer nicht verhindern, dass man den Geruchsartikel kontaminiert.

Allerdings ist es für den Hund nicht schwierig den Geruch vom Runner zu differenzieren, da ja der andere Geruch (vom Hundeführer) anwesend ist.

 

Aufbewahrung des Geruchsartikels:

Ich habe gute Erfahrungen gemacht, wenn man den Geruchsartikel in Gefrierbeutel aufbewahrt. Falls der Transport oder der Trail länger dauern empfiehlt es sich auch den Gefrierbeutel zusätzlich in Schraubgläser zu packen, da die Gefrierbeutel nur ca 20min „dicht" sind.

Alter des Geruchsartikels:

Es gibt eine Faustregel: Der Geruchsartikel sollte nie älter sein als der Trail selbst.

Am Anfang, wo man nur frische Trails geht, sollte der Geruchsartikel genauso alt sein, wie der Trail, also frisch!

Später wenn man ältere Trails geht, sollten die Geruchsartikel genauso alt sein, wie der Trail.

Das heißt, wenn der Trail 10 Std alt ist, sollte der Geruchsartikel genauso ca. 10 Std alt sein, da sich der Geruch auf dem Trail sowohl auch der Geruch am Geruchsartikel verändert.

 

 

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