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Clickertraining

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Clickertraining

 

Clickertraining allgemein

Clickertraining bedeutet „ Lernen mit dem Hund“. Ob Erziehung, Ausbildung oder Tricks

 

Clickertraining ist Positive Motivation mit sofortiger Bestätigung! Wenn ein gut konditionierter Hund klick- klack hört, weiß er ganz genau, dass er etwas ganz super toll gemacht hat. Diese Art der Ausbildung zeichnet sich durch einen Verzicht von Strafe, negativer Verstärkung und aktivem Zwang aus. Der Hund wird zu Beginn des Trainings auf den Clicker konditioniert- Man clickt und gibt eine Belohnung. Der Hund lernt, dass ein vorher bedeutungsloses Geräusch (das Clicken) eine sichere Ankündigung einer Belohnung ("konditionierter Verstärker") ist. Ihm wird schnell klar, dass er selbst- indem er bestimmte Verhaltensweisen zeigt- sein Frauchen/ Herrchen dazu bringen kann, zu clicken und ihn natürlich anschließend zu belohnen. Damit ist es für den Hund plötzlich wichtig geworden herauszufinden, was sein Mensch eigentlich will, was wohl auch die hohe Arbeitsmotivation und Aufmerksamkeit von mit Clicker ausgebildeten Hunden erklärt. Belohnung kann alles sein, besondere Leckerli, Spielzeug eben was der Hund am Liebsten mag. Wichtig für eine Belohnung ist das Timing. Wenn die Belohnung nur ca 1 sec. später kommt, kann das der Hund schon falsch verknüpfen und wird dann für was falsches belohnt. Da kommt der Clicker zum Einsatz. Der Clicker kann punktgenau bestätigen, auch wenn man einige Meter entfernt ist.

 

 

  

 

 

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 Da sind wir schon bei den Vorteilen eines Clickertrainings angelangt.

 

Der Clicker hat ein unverwechselbares Geräusch

Im Alltag findet man kaum ein Geräusch, das ähnlich klingt wie das Clickergeräusch. Ihr Hund wird sogar auf einem lauten Marktplatz das klick- klack hören, auch wenn Sie 3 Meter weit weg stehen!

 

Ist von Helfern einsetzbar.

Der Helfer kann clicken, aber Sie geben die Belohnung! Der Helfer kann einige Schritte entfernt stehen, Sie machen eine Übung und können ganz entspannt in ihrer Haltung bleiben. Funktioniert super bei Platz und Sitz aus der Bewegung. Ihr Helfer clickt, Sie drehen sich danach um, um ihrem Hund die Belohnung zu geben.

 

Der Clicker ist absolut emotionslos.

Da wir Menschen immer von Gefühlen und Stimmungen geleitet sind, ist das ein sehr großer Vorteil. Die menschliche Stimme sendet immer verschiedene Signale aus. Der Clicker ist immer neutral (nie ärgerlich, nie genervt…)

 

Klassische Konditionierung

Bevor man nun den Hund konditioniert, sollte man selbst den richtigen Zeitpunkt für den Click finden. Es ist sehr wichtig zum genauen Zeitpunkt zu clickern, damit der Hund die richtige Verknüpfung zwischen Handeln und Belohnung hat. Um ein genaues timing zu erlangen, nimmt man einen Tennisball und bittet eine/n Freund/in diesen mehrmals auf den Boden zu prellen. Sie versuchen immer zu clicken, wenn der Tennisball am Boden aufkommt. Wenn Sie es schaffen immer punktgenau mit dem Aufprall des Balles am Boden zu clicken, können Sie damit anfangen den Hund zu konditionieren.

Zuerst macht man den Hund mit diesem Geräusch vertraut. Zu Beginn wird er desinteressiert sein, denn dieses klick- klack ist nur ein unbedeutendes Hintergrundgeräusch. Es empfiehlt sich auch, die Hand mit dem Clicker zuerst hinter dem Rücken zu verstecken, um das Geräusch ein bisschen zu dämpfen.

Unser Ziel ist es, aus diesem unbedeutenden click, einen Sekundarverstärker zu machen, der dem Hund etwas ganz Besonderes verspricht. (besondere Leckerli, Spiel oder Spielzeug). Das ist dann der Primarverstärker. Dazu braucht man ein Schälchen (auf einem Tisch abgestellt) mit klein geschnittener Wurst (oder anderen Lekerchen, Spielzeug), den Hund daneben. Jetzt wird geclickt und DANACH wird ins Schälchen gegriffen, um ihm ein Leckerchen zu geben. Das wird solange wiederholt, bis der Hund nach dem Click selbstständig zum Hundeführer hinschaut und sein Leckerchen erwartet. Die meisten Hunde haben das recht schnell verstanden.

 

Wichtig:

Click und Belohnung müssen immer in der richtigen Reihenfolge kommen. Nach dem Click kommt die Belohnung. Nicht vorher, nicht währenddessen!

Ist das alles gelungen, kann man mit der eigentlichen Ausbildung anfangen.

 

operante Konditionierung

Während beim klassischen Konditionieren ein neuer Reiz kennen und verstehen gelernt wird, lernt der Hund beim operanten Konditionieren eine bestimmte Verhaltensweise auszuführen, die auf dem natürlichen Repertoire basieren kann, diesem aber nicht 1:1 entsprechen muss. Das Prinzip ist einfach: wenn der Hund zufällig die erwünschte Handlung ausführt, bekommt er einen Click und darauf seine Belohnung. Er lernt schnell den Zusammenhang zwischen Handlung und Belohnung. Dadurch lernt der Hund die zuvor „zufällig“ gesetzte Handlung ganz bewusst zu wiederholen und so zu dem Lernerfolg zu kommen.

 

Shaping

Eine weitere Variante, auf die Verstärkung Einfluss zu nehmen, ist das Shaping. Hier wird nicht erst die komplette Handlung verstärkt, sondern bereits jede Annäherung an die gewünschte Handlung. Soll der Hund etwa mit seiner Nase eine Spielkarte antippen, so wird am Anfang schon der Blick zu der Karte geclickert (belohnt). In weiterer Folge wird geclickt wenn sich der Hund in Richtung Karte bewegt, und das wird solange fortgeführt bis er die Karte ganz bewusst antippt. Nun wird dieser Übung ein Befehl zugewiesen, und der Hund bekommt nur mehr den Click wenn er die Übung auf Befehl ausübt. Macht er diese Aufgabe in weiterer Folge ohne Befehl, von sich aus, bekommt er keinen Click. Dadurch wird ein zu eigenständiges Handeln unterbunden. Die Übung wurde erlernt wenn der Hund sie auf Befehl, sofort und freudig ausübt. Der Click wird dann langsam immer mehr abgebaut.

 

Chaining

Bei Übungen die mehrere Aktionen beinhalten, z.B: apportieren (voransenden, aufnehmen, bringen und vorsitzen) werden zuerst alle Aktionen einzeln mittels shaping erlernt. Beherrscht der Hund 2 Aktionen kann mann diese mit einander verketten (=chaining). In weiterer Folge werden auch die andern Aufgabenteile erlernt und mit dem bereits Erlenten, verkettet. Auch hier gilt wie beim shaping: Die Übung wurde erlernt wenn der Hund sie auf Befehl, sofort und freudig ausübt. Der Click wird dann langsam immer mehr abgebaut.

 

Der Targetstab!

Der Targetstab ist ein Hilfsmittel um den Hund in eine bestimmte Richtung zu führen oder zu einer bestimmten Bewegung zu motivieren. In meinem Fall ist der Targetstab eine alte Radioantenne mit einer Holzkugel am Ende. (Foto)

Der Targetstab kann bei manchen Übungen und Tricks eine sehr große Hilfe sein. (Fuß, Platz, Slalom….)

Als erstes machen wir eine einfache Übung mit ganz kleinen Schritten. Wichtig: kein zerren, ziehen, drücken am Halsband oder Hund. Kein locken mit Leckerchen, schimpfen oder gar Bestrafung.

 

Das Trainingsziel lautet: Berühre die Spitze des Stabes mit der Nase!

Meist weiß der Hund gar nicht, was man von ihm will, deshalb belohnen wir jeden Schritt in die richtige Richtung. (shaping).

 

 

 

Wir halten dem Hund den Targetstab ca 30 cm von seiner Nase entfernt hin.

 

 

Wendet sich der Hund dem Targetstab zu --------------------->  Klick und Belohnung

Schaut der Hund in Richtung Targetstab ----------------------->  Klick und Belohnung

Bewegt sich die Hundenase in Richtung Targetstab ---------->  Klick und Belohnung

 

 

Wirklich jeden Ansatz klickern, bis der Hund den Stab mit der Nase berührt.

 

Wichtig!

Nicht zu lange üben. 5- 10 min 1- 3 mal am Tag reichen leicht aus. Ziele nicht zu hoch stecken, gib deinem Hund die Zeit, die er braucht. Clicke nur kurz. Einmal klick- klack reicht. Clicke während des Verhaltens nicht danach. Auch wenn dein Hund die Übung wegen dem abbricht. Wenn die Gefahr besteht, dass du dich zu ärgern beginnst, mach eine Übung, die der Hund gut kann und beende das Training mit großem Lob. Keinesfalls clickern und schimpfen!!!! Wenn du keinen Fortschritt in eurem Training siehst, clickst du vielleicht nicht zum richtigen Zeitpunkt. Lass dir zuschauen.

 

Hier ein Film zum Thema Targetstab:

 

 

 

Handtarget

 

Das Handtarget funktioniert gleich, wie der Targetstab. Nur dass der Hund die Handfläche mit der Nase anstupst. Diese Art ist hilfreich beim Kommando „Fuß“.

  

 

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